Meine Erinnerung an Ezra verblasst zusehends. Ich habe mir ein sehr schönes tannengrünes Notizbuch besorgt und will alles möglichst vollständig aufzeichnen. Kein Laptop, kein Tablet, kein Smartphone, hat meine Freundin letztens gefragt, nein, habe ich gesagt. Leider trügt mich meine Erinnerung des öfteren. So weiss ich, nur ein Beispiel, nicht mehr genau, wie lange ich in der Höhle gefangen gewesen bin. Sicher ist, dass, laut Ezra, Billie mich gefunden hat. Billie ist Ezras Hund. Du bist so gut wie tot gewesen, hat er gesagt, mir einen scheelen Blick zugeworfen und dann den Kopf weggedreht. Das tannengrüne Notizbuch liegt jetzt aufgeschlagen vor mir. Womit beginnen, frage ich mich, weil ich den erlösenden ersten Satz nicht finde. Obwohl mir alles überdeutlich vor Augen steht. Vielleicht mit einer Beschreibung Ezras beginnen, sage ich mir. Seine Erscheinung steht mir doch noch deutlich vor Augen. Hält er sich gänzlich ruhig, erinnert sein Anblick an eine Statue. In der Antikenabteilung des Museums steht eine solche. Ich habe sie wieder und wieder aufgesucht und über die frappante Ähnlichkeit gestaunt. Filigraner, fein ziselierter Kopf, Nase, Jochbögen, Kinnlinie, alles perfekt, habe ich mir immer wieder gedacht, dabei die vollkommenste Blässe, die man sich denken kann. Augenbrauen und Wimpern  sind blond und heben sich sich kaum von der weißen Haut ab, Ezra wirkt ein wenig unwirklich, man kann es nicht anders sagen. In grösstem Gegensatz dazu seine rissigen, abgearbeiteten Hände mit den ungepflegten Nägeln. Was willst du, ich arbeite hart, auch mit meinen Händen, hat er einmal gesagt und meinen Blick richtig gedeutet. Ja, das tust du, Ezra, habe ich beschwichtigend gesagt, neben all deinen sonstigen Aufgaben arbeitest du hart, das ist vollkommen richtig. Ich rücke mein schönes, tannengrünes Notizheft ein bisschen besser zurecht und fasse den Entschluss, meine Aufzeichnungen mit einer Beschreibung Ezras zu beginnen. Das wird mich nicht allzu viel Anstrengung kosten. Allerdings muss zuvor alles vorbereitet werden, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Bleistifte, von denen ich ein ganzes Bündel besitze, müssen jeden Tag neu zugespitzt werden. Manchmal ist es so, dass ich über dem Spitzen der Bleistifte die Zeit vergesse. Dann stehe ich von meinem wackligen Tisch in der Ecke auf, ohne eine einzige Zeile geschrieben zu haben. Das ist schon mehrmals vorgekommen. Dieses Mal werde ich allerdings mehr Disziplin an den Tag legen. Ich will mir nicht umsonst dieses sehr schöne, grüne Notizbuch gekauft haben. Womit aber beginnen, frage ich mich, während ich die Bleistifte spitze. Vielleicht mit einer Frage. Bin ich mit allen Wassern gewaschen, wie Ezra immer wieder behauptet, könnte ich fragen und mir gleich selber die Antwort geben. Dann könnte ich fortfahren und eine erste Anekdote aus Ezras und meinem Leben erzählen, die seine Behauptung untermauert. Der König nimmt den Bischof am Arm Halt du sie dumm ich halt sie arm hat er auf einen Zettel geschrieben gehabt. was ist das Ezra, habe ich gefragt, eine Liedzeile hat er gesagt, was ist das für ein Lied, Ezra, habe ich gefragt, ich weiß nicht, hat er gesagt. Allerdings sollte ich zuvor Ezras Äusseres beschrieben haben. Das ist die leichteste Übung und wird meinem schönen, tannengrünen, bis jetzt leeren Notizbuch am ehesten gerecht. Ich kann schreiben, dass Ezra groß ist, größer als ich. Das ist gänzlich unverfänglich. Weiteres kann ich schreiben, dass er selten lacht und man deswegen seine schönen Zähne nie sieht und dass er jeden, der seinen Weg kreuzt, mit sehr hellen Augen mustert. Seine Miene bleibt dabei aber stets die unbewegteste. Das alles kann ich eingangs schreiben. Meine Erinnerung an Ezra verblasst zusehends. Ich habe mir ein sehr schönes tannengrünes Notizbuch besorgt und will alles möglichst vollständig aufzeichnen. Kein Laptop, kein Tablet, kein Smartphone, hat meine Freundin letztens gefragt, nein, habe ich gesagt. Leider trügt mich meine Erinnerung des öfteren. So weiss ich, nur ein Beispiel, nicht mehr genau, wie lange ich in der Höhle gefangen gewesen bin. Sicher ist, dass, laut Ezra, Billie mich gefunden hat. Billie ist Ezras Hund. Du bist so gut wie tot gewesen, hat er gesagt, mir einen scheelen Blick zugeworfen und dann den Kopf weggedreht. Das tannengrüne Notizbuch liegt jetzt aufgeschlagen vor mir. Womit beginnen, frage ich mich, weil ich den erlösenden ersten Satz nicht finde. Obwohl mir alles überdeutlich vor Augen steht. Vielleicht mit einer Beschreibung Ezras beginnen, sage ich mir. Seine Erscheinung steht mir doch noch deutlich vor Augen. Hält er sich gänzlich ruhig, erinnert sein Anblick an eine Statue. In der Antikenabteilung des Museums steht eine solche. Ich habe sie wieder und wieder aufgesucht und über die frappante Ähnlichkeit gestaunt. Filigraner, fein ziselierter Kopf, Nase, Jochbögen, Kinnlinie, alles perfekt, habe ich mir immer wieder gedacht, dabei die vollkommenste Blässe, die man sich denken kann. Augenbrauen und Wimpern  sind blond und heben sich sich kaum von der weißen Haut ab, Ezra wirkt ein wenig unwirklich, man kann es nicht anders sagen. In grösstem Gegensatz dazu seine rissigen, abgearbeiteten Hände mit den ungepflegten Nägeln. Was willst du, ich arbeite hart, auch mit meinen Händen, hat er einmal gesagt und meinen Blick richtig gedeutet. Ja, das tust du, Ezra, habe ich beschwichtigend gesagt, neben all deinen sonstigen Aufgaben arbeitest du hart, das ist vollkommen richtig. Ich rücke mein schönes, tannengrünes Notizheft ein bisschen besser zurecht und fasse den Entschluss, meine Aufzeichnungen mit einer Beschreibung Ezras zu beginnen. Das wird mich nicht allzu viel Anstrengung kosten. Allerdings muss zuvor alles vorbereitet werden, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Bleistifte, von denen ich ein ganzes Bündel besitze, müssen jeden Tag neu zugespitzt werden. Manchmal ist es so, dass ich über dem Spitzen der Bleistifte die Zeit vergesse. Dann stehe ich von meinem wackligen Tisch in der Ecke auf, ohne eine einzige Zeile geschrieben zu haben. Das ist schon mehrmals vorgekommen. Dieses Mal werde ich allerdings mehr Disziplin an den Tag legen. Ich will mir nicht umsonst dieses sehr schöne, grüne Notizbuch gekauft haben. Womit aber beginnen, frage ich mich, während ich die Bleistifte spitze. Vielleicht mit einer Frage. Bin ich mit allen Wassern gewaschen, wie Ezra immer wieder behauptet, könnte ich fragen und mir gleich selber die Antwort geben. Dann könnte ich fortfahren und eine erste Anekdote aus Ezras und meinem Leben erzählen, die seine Behauptung untermauert. Der König nimmt den Bischof am Arm Halt du sie dumm ich halt sie arm hat er auf einen Zettel geschrieben gehabt. was ist das Ezra, habe ich gefragt, eine Liedzeile hat er gesagt, was ist das für ein Lied, Ezra, habe ich gefragt, ich weiß nicht, hat er gesagt. Allerdings sollte ich zuvor Ezras Äusseres beschrieben haben. Das ist die leichteste Übung und wird meinem schönen, tannengrünen, bis jetzt leeren Notizbuch am ehesten gerecht. Ich kann schreiben, dass Ezra groß ist, größer als ich. Das ist gänzlich unverfänglich. Weiteres kann ich schreiben, dass er selten lacht und man deswegen seine schönen Zähne nie sieht und dass er jeden, der seinen Weg kreuzt, mit sehr hellen Augen mustert. Seine Miene bleibt dabei aber stets die unbewegteste. Das alles kann ich eingangs schreiben.